Dienstag, 20. Oktober 2009

Tripreport Schottland - Tag 5

Montag - 4. Etappe - Portree -> Inverness

Um 7.30 Uhr hiess es dann, frei nach der Devise "only the early bird picks up the worm" (das war jetzt das letzte, miserabel übersetzte, Sprichwort...versprochen!), wieder aufzustehen.
Das Frühstück wurde dann mit malerischem Ausblick auf die Bucht "Sound of Raasay" eingenommen.

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns dann freundlich von der Hausherrin und haben uns noch schnell im Gästebuch verewigt.
Top Unterkunft und dazu noch relativ günstig! Sehr zu empfehlen!

Die Tour für den heutigen Tag sah wie folgt aus:
Auf der Fahrt nach Inverness wurde ich auf dem ersten Teilstück wieder an die strapazierende Hinfahrt erinnert (Tag 3)und konnte mittlerweile aber drüber lachen.

Als wir dann auf die Straße in Richtung Norden nach Inverness einbogen sahen wir zum ersten Mal das Loch Ness.
Schon ganz aufgeregt wegen meiner Challenge nervte ich meine Freundin nun einen Großteil der restlichen Strecke mit der Aufforderung nach einem geeigneten Badeplatz ausschau zu halten.
Auf dem Weg nach Inverness kamen wir auch durch den offiziellen Nessi-Ort Drumnadrochit.
Wir hatten beim durchfahren des Ortes jedoch das Gefühl das es (es war zwischen 13 und 14 Uhr) doch sehr überlaufen war und deshalb wollten wir am nächsten Tag hier halt machen, wenn wir uns Vormittags auf dem Weg zurück in Richtung Edinburgh befinden würden.

Kurz bevor wir Loch Ness auf der linken Seite hinter uns ließen, entdeckte ich etwas, das wie ein Strand aussah.
Bei mir kam große Freude auf, da vorher der Weg zum See nur über steile Felshänge oder anderem schwer zugänglichem Gebiet möglich war.
Die weitere Erkundung des Strandes wurde auch auf den nächsten Tag verschoben, da wir nun erstmal eine Unterkunft finden wollten und meine Freundin etwas Erholung brauchte, weil sie das schottische Wetter gesundheitlich nicht so ganz optimal überstanden hatte.

Direkt nach Ankunft in Inverness erblickten wir auch sogleich den Schilderwald der hier ansässigen Bed & Breakfasts. An einem äusserlich nett aussehenden B&B hielten wir an, mit der Absicht uns hier einzuquartieren.
Direkt nachdem wir den Eingangsflur betraten viel mir ein kleiner, etwas altmodisch gekleideter Junge auf, der scheinbar mit jemand verstecken spielte und gerade in eine Ecke gekehrt am zählen war. Als er sich dann auch nach ca. 10 Sekunden nicht bewegte, realisierte ich das es eine Puppe war und es überkam mich ein schauerliches Gefühl. Ziemlich spooky sich sowas in den Flur zu stellen!!!
Zimmer waren noch ausreichend frei (welch Wunder bei so einem Empfang) und wenige Minuten später hatten wir eines der Zimmer auch mit sämtlichem Gepäck bezogen.

Wir entschlossen uns zwei Stunden auszuruhen, bevor wir dann die Stadt unsicher machen wollten.
Frisch erholt nach dem kurzen Nickerchen ging es meiner Freundin auch wieder etwas besser und wir konnten einen Ausflug in den Ortskern wagen.

Inverness ist eine nette kleine Stadt, welche aber nicht sonderlich viele Touristenattraktionen anzubieten hatte.
Wir bummelten entspannt durch die Innenstadt und kehrten dann in einem pubähnlichen Restaurant ein.
Hier konnte ich dann den Haggis-Teil meiner Challenge hinter mich bringen.
Nachdem wir uns nach dem Essen noch einige Zeit von schottischer Chartmusik berieseln lassen hatten, brachen wir wieder auf in Richtung Unterkunft.

Zurück im Zimmer verrammelte ich so gut es ging die Tür, nachdem ich das Gefühl hatte, das die Puppe im Flur jetzt woanders stand und mir beim besteigen der Treppe hinterhergesehen hat.
Kurz bevor meine Freundin einschlief sagte ich ihr noch, das sie mich nicht wecken soll, wenn sie heute Nacht zufällig bemerken sollte, das die Puppe irgendwie in unser Zimmer gekommen ist. Sie guckte mich nur fragend an und schlief kurze Zeit später erkältungsgeschwächt ein.

Mir war noch nicht nach schlafen und deshalb entschied ich mich eine Sendung im britischen Fernsehen zu suchen, die meinen Ansprüchen entsprach.
Es lief... "Houses from Hell"!
Eine Dokumentation über Häuser, bei denen irgenwas nicht stimmte. Unsere momentane Unterkunft würde dort sicherlich auch gut reinpassen und wer weiss schon, ob sie nicht schon in der Sendung vorgestellt wurde.
Direkt danach kam "Bouncers"!
Hier wurde über die tägliche Arbeit von Türstehern berichtet und es wurden im Laufe der Sendung alle meine Vorurteile über Engländer bedient. Saufen, gröhlen, prügeln... alles war dabei. Engländer die Engländer verprügeln ist letztendlich ganz großes Kino und ich fühlte mich sehr gut unterhalten!
Die letzte Sendung meines Fernsehabends war "Policeman with Cameras"!
Während die Sendung lief musste ich feststellen, das die Polizei in England doch etwas anders zur Sache geht, als in Deutschland. Selbst Razzien in Privathäuser (eingeschlagene Tür + direkt aus dem Bett wegverhaftet), bei denen keine belastenden Dinge gefunden wurden, wurden als Erfolg gefeiert. Bravo!
Das reichte dann auch an Unterhaltung und ich zwang mich in den Schlaf...

Dieser Tag war unter dem Strich relativ ereignislos, dafür konnten wir etwas relaxen, was im Urlaub ja auch nicht verkehrt ist.
Der nächste Tag sollte doch wieder etwas mehr zu bieten haben!

PS: So langsam wirds in meinem Blog doch ziemlich Off-Topic und demnächst kommen auch mal wieder ein paar Pokerberichte, auch wenn es in dieser Richtung eigentlich nicht viel zu berichten gibt. :-/

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