Montag, 12. Oktober 2009

Tripreport Schottland - Tag 4

Sonntag - 3. Etappe - Auchtertyre -> Portree

Um 7.30 Uhr hiess es dann wieder aufzustehen, weil "the morning hour has gold in the mouth"... oder so.
Ausserdem haben wir am Vorabend, trotz intensiver Suche in der Umgebung, kein Restaurant o.ä. finden können und somit zwickte es im Magen schon ein wenig.

Bei Frühstück erwartete uns etwas besonderes, da meiner Freundin am Vorabend gegenüber der Hausherrin herausgerutscht ist, das ich für meine Challenge Haggis essen will.
Sie hatte "leider" keinen Haggis vorrätig, konnte aber mit was ähnlich "leckerem" aufwarten... einer Spezialität genannt Pudding.
Hört sich jetzt vielleicht nicht so schlimm an, aber wir bekamen nicht das, was viele erwarten würden.
Unter Pudding kennt man in Schottland eine Art Wurst, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Wir hatten das Vergnügen und die Ehre den white, fruit und black Pudding probieren zu dürfen. Mmmh, lecker.......... not.
Gegen 8.30 Uhr war das Frühstück beendet und jetzt konnte der Tag angegangen werden.

Nach dem Schreck und den Strapazen des gestrigen Tages, sollte der heutige Tag etwas stressfreier ablaufen. Für den Moment war nur geplant nach Portree zu kommen und dort eine Unterkunft zu finden.

Bevor wir jedoch in Richtung Skye aufbrachen, fuhren wir noch ein paar Meilen die Strecke zurück, die wir gekommen waren, um uns Eilean Donan Castle anzuschauen.
Einige von euch werden es sicherlich aus den Filmen Highlander, Braveheart oder Rob Roy kennen. Die Burg ist echt gut erhalten und ein Besuch lohnt sich auf jedenfall.

Auf dem Parkplatz vor der Burg stand ein Dudelsackspieler, der die komplette Zeit, die wir vor Ort waren (ca. 1 1/2 bis 2 Stunden), unerbittlich seine Songs schmetterte.
Ich zwang ihn noch sich für ein Foto mit mir zu prostituieren und dann war unser "Werk" dort auch verrichtet.Nach ca. einer halben Stunde Autofahrt passierten wir die Skyebridge und befanden uns ab sofort auf der Insel Skye. YAY

Die Strecke nach Portree war sehr idyllisch und verging wie im Flug.
Direkt am Ortseingang fuhren wir bereits an den ersten Übernachtungsmöglichkeiten vorbei, bevor wir an einem sehr schön gelegenen Bed & Breakfast hielten.
Es waren noch Zimmer frei und somit buchten wir uns auch gleich ein.
Nette Aussicht!Ausgeruht wurde sich natürlich nicht!
Wir stellten die Koffer in unserem Zimmer ab und sind sofort wieder los. Ziel war es Portree zu erkunden und was zu essen.
Im Zentrum von Portree stellten wir das Auto ab und zogen zu Fuß weiter. Das Wetter spielte an diesem Tag auch mit und somit folgte ein entspannender Stadtbummel durch den kleinen Ort.
Am Hafen waren dann auch die "bekannten", bunten Häuser zu sehen.Nach dem Stadtbummel musste natürlich was gegessen und die weitere Tour besprochen werden. Folgendes kam dabei raus:
Und ich hatte mich gefreut, das heute nicht soviel Auto gefahren werden sollte.

Erster halt der Tour (B)war der Trotternish Ridge.
Dort gab es "The Old Man of Storr" und den Kiltrock zu sehen.
Ein Stück weiter fuhren wir dann eine schmale (als ob die Straße, auf der wir uns die ganze Zeit befanden, breit gewesen wäre :-O) Straße in Richtung Landesinneres(C).
Als wir dann angekommen waren, wo auch immer das war, sagte meine Freundin mit feinstem schottischen Slang nur ein Wort... "Quirang"!
Ich versuchte noch das Wort im Geiste einige Male "auszusprechen", beließ es dann aber bei diesen Versuchen.

Nachdem wir aus dem Auto gestiegen waren, bließ uns ein heftiger Wind um die Ohren. Kurz orientiert und an einer, auf einem Stein befestigten Tafel informiert. Es gibt einen Wanderweg... och nöööööö....
Na ja, wenn wir schonmal hier sind, dann können wir auch "mal eben kurz" um den Quirang marschieren (2,4 Meilen)! Dem Wegweiser folgend ging es ab in die "Steilwand"! :-O
Auf dem Wanderweg merkte ich, das ich doch nicht ganz schwindelfrei bin und somit hangelte ich mich an der bergzugewandten Seite durchs Heidegras! Das sah bestimmt ziemlich scheisse aus, aber wir waren eh allein unterwegs...

Nach ca. 10 Minuten kamen wir an einen kleinen Wasserfall über den man hinweg springen musste, um dann auf der anderen Seite an einer Wand hochzuklettern. Alles in sehr stark abschüssigem Gelände!
Meine Freundin konnte sich nicht vorstellen, das man diese Stelle meistern kann, ohne abzustürzen und elendig zu sterben, und somit endete hier unsere Abenteuerexkursion in die Flora des Quirangs. Schaaaaaade... :-D
Auf dem Rückweg machten wir dann noch einige Fotos, die etwas leichter bekleidet auch durchaus für einen Männer-Kalender für Männer geeignet wären...Wir machten noch eine Menge Fotos bis wir uns dann zur Weiterfahrt entschlossen.

Die weitere Fahrt war geprägt von schönen Landschaften, aber nichts, was uns zum erneuten aussteigen aus dem Auto ermuntern konnte.
In der Gegend um (D) gab es eine Menge von Psycho-Schafen, die es toll fanden, direkt an der Straße Gras zu fressen. Nahrung und Nervenkitzel, tolle Kombination!
Es musste also mit wollebehaftetem Gegenverkehr gerechnet werden...Die letzte Etappe unserer Tour war das Schloß der MacLoeds in Dunvegan (E).
Wir kamen dort kurz nach 17 Uhr an und zu dieser Uhrzeit war das Castle leider schon für die Besichtigung geschlossen.
Wir konnten aber noch den Garten und das Gelände um die Burg besichtigen. Sehr schön!Die Rückfahrt war ereignislos, bis auf das uns das Navi die abenteuerlichsten Wege fahren lassen wollte. NICHT MIT'M COMMANDER!

Gegen 19 Uhr in der Unterkunft angekommen knurrte wiedermal der Magen.
In der Lobby der Unterkunft lagen einige Prospekte aus und was musste ich da erblicken... man konnte hier sogar Indisch essen!
Eigentlich bin ich ja nicht so der Fan der indischen Küche, aber zu der Zeit hätte ich FAST alles gegessen. Also telefonisch bestellt und abgeholt.
Das Essen war eine glatte 6!
Es hat geschmeckt, als hätte man eingeschmolzene Bountys gegessen, während das Aussehen eher an Labskaus mit roter Beete erinnerte.
Der Reis wurde von mir gegessen, für den Rest war der Hunger doch noch nicht groß genug.

Mehr passierte an diesem Tag nicht mehr.

Kommentare:

  1. black pudding ist ja aber offenbar das gleiche wie blutwurst. die schmeckt doch gut, oder nicht?

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  2. Mag sein, aber ich esse sowas normalerweise nicht...

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  3. Genau den Inder mag ich auch nicht - da lobe ich mir Fish & Chips oder ein Pubmeal - egal was. Das Essen dort ist das Geld nicht wert.

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  4. Hast du bei dem Inder auf Skye gegessen? Wäre ja mal nice, wenn du deine Eindrücke schildern würdest! ;-)

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